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Totkranken Kindern den letzten großen Wunsch erfüllen
Letmathe, 29.10.2009, Helmut Rauer
Letmathe. Als der 15-jährige Letmather Jan Schütte schwer krebskrank ans Klinikbett gefesselt war , hatte er noch einen großen Wunsch: Einmal auf Kreuzfahrt gehen mit der Aida. Die Initiative „Strahlemännchen” wollte den Traum erfüllen. Es sollte nicht dazu kommen. Jan starb im Mai dieses Jahres.
Blumen, Kränze, Gedenksteine und Kreuze zieren das liebevoll angelegte, frisch mit Mulch bestreute Grab auf dem Friedhof Dümpelacker. Die Namen der Mitschüler prangen auf der Schleife eines Kranzes. „In unseren Herzen lebst du weiter, jeder Tag mit dir war ein Geschenk”, lautet eine Inschrift. Der Grabstein aus Granit hat die Form eines Herzens. „Das finde ich jugendgemäß”, sagt Mutter Elke. Der Stein ist eine Spende der Initiative Strahlemännchen. „Zur Kreuzfahrt ist es ja leider nicht mehr gekommen,” bedauert Eric Junge, der Mann, der zusammen mit seiner Ehefrau hinter dieser Intiative steckt. „Aber wir wollten wenigstens die Familie ein wenig unterstützen”, sagt er. Elke Schütte, die im Zusammenhang mit der langen Krankheit ihres Sohnes ihren Arbeitsplatz verlor, ist auf Hartz IV angewiesen: „Ohne die Hilfe von Strahlemännchen hätte ich mir keinen Grabstein für Jan leisten können”, sagt sie dankbar. Die Firma Motz spendete zudem eine Grablaterne.
Strahlemännchen gibt es seit 2002. Die Initiative aus Finnentrop sammelt Spendengelder, um krebskranken Kindern Wünsche zu erfüllen. Selbst das Unmögliche scheint mit Strahlemännchen möglich zu werden. 2007 hatte ein krebskrankes Mädchen den Wunsch, vom Papst persönlich gesegnet zu werden. Strahlemännchen organisierte den Flug nach Rom, und bei der Audienz erhielt die Kranke den erhofften Segen. Sie war überglücklich.
Elke Schütte weiß aus eigener Erfahrung, dass es für ein krebskrankes Kind wie ein Stück vom Himmel sein kann, wenn ein großer Traum in Erfüllung geht. „Das Strahlen in den Augen dieser Kinder ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.” Und doch ist Geld dafür nötig. Deshalb bittet die Mutter des verstorbenen 15-Jährigen darum, die Initiative Strahlenmännchen zu unterstützen. Wer sich näher informieren will, kann im Internet auf www.strahlemaennchen.de klicken oder anrufen: 0800 700 333 16.
Quelle: DerWesten.de




19.02.2009


28.01.2009

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